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Kompositgesichter

Kurzvorträge über innovative Forschung in den Bereichen
Kunstpädagogik // Medienwissenschaft // Kunstwissenschaft // Visuelle Kultur

08.02.2017 18.00, Raum 206, 2OG, Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt, Sophienstraße 1-3.

Das Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität richtet im Kontext der Semesterausstellung zum zweiten Mal BRIEFINGS aus! Fünf Kurzvorträge (à 10 Minuten) bieten Einblick in aktuelle und innovative Forschungsprojekte im Bereich der Kunstforschung.
BRIEFINGS bietet somit die Möglichkeit anschaulich und griffig wissenschaftliche Einblicke in Kunst und Kunstforschung zu erhalten. Siehe Programm.

Kompositgesichter. Eine kurze Geschichte einer unheimlichen fotografischen Technik. (Raul Gschrey)

Die Kompositfotografie, die statistische und physiognomische mit evolutionstheoretischen Theorien und mit dem Medium der Fotografie verbindet, wurde im späten neunzehnten Jahrhundert von dem Britischen Wissenschaftler Francis Galton entwickelt. Die Überblendung der Portraits sollte dazu dienen physiognomische Charakteristika und in Beziehung stehende genetische Dispositionen zu visualisieren. Die fotografischen Konstruktionen zeigen diffuse Züge, unheimliche Gesichter, denen jedoch eine große Deutungskraft zugemessen wurde. Trotz ihrer zweifelhaften Konnotationen durch ihre Nutzung in Kriminologie, Visuelles Anthropologie, Rassenforschung und eugenischer Forschung erlebt die Technik in heutigen künstlerischen Positionen eine Renaissance.