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Phantomgesichter

Endlich ist das von Uli Richtmeyer herausgegebene Buch zur Konferenz und Ausstellung “Phantomgesichter” in Potsdam erschienen.

Biometrische Verfahrensweisen stehen im Zentrum gegenwärtiger Sicherheits- und Überwachungsprogramme. Auch in diversen fotografischen Apparaten, die das Material für digitale Bilddatenbanken liefern, haben sie sich fest etabliert. Obwohl sie auf komplexen Berechnungen basieren, sind biometrische Verfahren wesentlich als Bildbearbeitungstechnologien zu verstehen – so die Grundannahme des Bandes. Erst aus dieser Perspektive gelangen die spezifischen Sicherheiten und Unsicherheiten biometrischer Bilder in den Blick. Sie fallen besonders dort auf, wo sich Biometrie auf ein klassisches Objekt der Erkennungsdienste, das menschliche Gesicht, bezieht. Welche Konsequenzen sich aus der Vorgeschichte und Gegenwart der verwendeten Bildtechnologien sowie ihren trivialen und professionellen Gebrauchsweisen für den Status des artifiziellen Gesichtsbildes ergeben, gilt es nun zu hinterfragen.

U.a. gibt es darin einen Artikel zu meinem Promotionsprojekt. Raul Gschrey: “»A surprising air of reality« – Kompositfotografie zwischenwissenschalicher Evidenzbehauptung und künstlerischer Subversion.”

Ulrich Richtmeyer (Hg.): PhantomGesichter. Zur Sicherheit und Unsicherheit im biometrischen Überwachungsbild.
1. Aufl. 2014, 238 Seiten, 35 s/w und 30 farb. Abb., 3 Tab., kart.
ISBN: 978-3-7705-5086-9

Erhältlich bei Wilhelm Fink Verlag

Inhaltsverzeichnis

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Ambivalent Faces

“Ambivalent Faces: Visual Endeavours of Identification and Typification from 19th Century Science to Today’s Biometric Recognition.”

Presentation at the 6th international Surveillance & Society conference  (23.04.-26.04.2014) hosted by the University of Barcelona and supported by the Surveillance Studies Network.

When in mid-19th century photography entered science as well as criminological and administrative practice it was widely perceived as an objective medium of depiction and was used as a means for identification as well as typification. Not only in visual anthropology, also in criminology, visual types became influential in the description and classification of the human body and face. Weiterlesen

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Außer Kontrolle?

21. März bis 24. August 2014 – “Außer Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt” Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin.

“Leben wir sicher, wenn Plätze, Straßen und Gebäude von Videokameras beobachtet werden, wenn Geheimdienste im großen Stil E-Mails scannen? Ist es bequem, wenn uns eine Software vorschlägt, wofür wir uns interessieren sollen? Sind unter diesen Bedingungen Sicherheit und Freiheit vereinbar? Diese hochbrisanten Fragen bilden den Ausgangspunkt für die Ausstellung „Außer Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt“. Anhand von 200 Objekten zeigt die Ausstellung, dass Kontrolle nicht einfach das Verhältnis von dunkler Herrschaft zu wehrlosem Untertan ist. Kontrolle ist jede Situation, in der Informationen über einen Menschen gesammelt werden, um ihn zu einem vorbestimmten Handeln zu lenken.” Mit künstlerischen Arbeiten von u.a. Raul Gschrey, Adam Harvey, Chris Oakley.

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Exhibition views, Frankfurt/Main, 2013.