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Wie manifestieren sich Grenzen in unserer Welt? Wie werden sie wahrgenommen? Und wie beeinflussen sie die Lebensrealitäten von Migranten? Dies sind die Fragen, denen sich das Projekt „grenzlinien“ in einer Ausstellungsreihe mit umfangreichem Begleitprogramm und in einer Publikation widmet.

 
     
     
   
     
     
 

grenzlinien. von grenzen, grenzüberschreitungen und migration
Christine Taxer und Raul Gschrey (Hg.)
reihe mono | stereo | Band 5

Grenzen, Grenzüberschreitungen und Migration – diesem Themenbereich nähert sich die Publikation in über 40 Beiträgen verschiedenster Formen und Perspektiven. Versammelt sind literarische und politische, kultur- und politikwissenschaftliche Texte, Interviews, Reportagen und Berichte über künstlerische und wissenschaftliche Projekte. Gleichberechtigt daneben stehen dokumentarische und freie künstlerische Arbeiten: Collagen, Fotografien, Filme, Performances, Installationen und Videospiele, die in der begleitenden Ausstellungsreihe präsentiert und im Buch dokumentiert werden. Auf diese Weise liegt eine weit angelegte Auseinandersetzung vor, die sich durch die Verbindung der Felder Kunst, Wissenschaft und Politik von anderen, inhaltlich ähnlich ausgerichteten Projekten abhebt.
Der Ausgangspunkt der Beiträge ist das geografische Verständnis von »Grenze« als der Einfassung eines Territoriums, die einen geografischen Bereich ausweist und einen staatlichen Machtanspruch zeigt. Diese Grenzlinie kann überschritten werden, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Auf diese Weise sind Grenzen Ordnungen des Raumes, die Gegensätze produzieren: zwischen innen und außen, eigen und fremd, Einschluss und Ausschluss. Grenzlinien treten damit als manifeste Strukturen auf, ebenso jedoch als soziale Konstruktionen.
Zum einen analysieren und visualisieren die grenzlinien-Beiträge die Grenzen der Europäischen Union. Mit dem Schengen-Prozess mobil geworden, sind sie nicht mehr nur an den Rändern anzutreffen, sondern sowohl innerhalb als auch außerhalb des europäischen Territoriums: Wie beeinflussen sie die Realität der EU-Bürger, wie die der irregulären Migranten? Über den engeren geografischen Sinn hinausgehend, werden im Buch zum anderen die mit dem Ziehen von Grenzen verbundenen politischen, sozialen und kulturellen Prozesse thematisiert: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden definiert? Dabei gehen die Beiträge auch dem produktiven Potential von Grenzen und Grenzüberschreitungen nach, das etwa die Konstruktion von Identitäten und Wahrnehmungsweisen bewirkt.

Mit Beiträgen von:
Ximena Aburto Felis : Winfried Baumann : Melanie Gärtner : gold extra : Raul Gschrey : Özlem Günyol : Marie-Hélène Gutberlet : Maike Häusling : Tom Holert : John Hutnyk : Dietmar Kammerer : Bernd Kasparek : Thomas Kilpper : Anna Knappe : Judith kopp : Karl Kopp : Mustafa Kunt : Chus Lopez Vidal : Bounama Magassa : Luise Marbach : Bernd Metz : Pekka Niskanen : Wolf Perina : Timo Piikkilä : Lisl Ponger : Jaana Ristola : Marcus Roloff : Heiko Schäfer : Ursula Schmidt : Jula-Kim Sieber : Katrin Ströbel : Christine Taxer : Mark Terkessidis : Michael Wagener : Norbert Wagener : Alex Wolf : Marc Wrasse

www.grenzlinien.com

192 Seiten, zahlr. Abb., br., 24 x 17 cm, dt., Euro 25,00
ISBN 978-3-936826-58-6
Erscheint: 1. Oktober 2013 | © gutleut verlag 2013

 
     
     
   
     
     
 

Galerie der Universitätsbibliothek Gießen
14.11.2013-15.01.2014, Eröffnung 14.11.2013, 18.00 Uhr
Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen
Geöffnet zu den Öffnungszeiten der UB (täglich 08.30-23.00).

Die Ausstellungen des „grenzlinien“ Projektes verorten sich immer neu und werden in Relation zum Ausstellungsort und Kontext geplant. In Bezug auf den besonderen Ort in der Universitätsbibliothek wurde ein Konzept erarbeitet, das eine Kombination aus der Präsentation des zum Projekt entstandenen Buches und der Ausstellung ausgewählter künstlerischer Arbeiten verfolgt. Als Ausstellungsarchitekturen dienen Euro-Paletten, die in der globalisierten Welt zum Sinnbild der transnationalen Bewegung geworden sind. Seile verbindenden die textlich-wissenschaftliche mit der künstlerisch-ästhetischen Ebene und zeigen Querverweise auf.

Öffungszeiten///opening times
14.11.2013 - 15.01.2014 täglich///daily 08.30-23.00

Veranstaltungen///programme:
14.11.2013 18.00 Eröffnung///opening

21.11.2013 18.00 Lecture: John Hutnyk
„Border, Music and Politics in Cultural Studies: MIA as Provocateur“

11.12.2013 20.00 Lesung: Marcus Roloff + Michael Wagener
„grenzgänge – u.a. nikosia, träume“

14.01.2014 18.00 Finissage + Filmscreening
„Im Land Dazwischen“ in Anwesenheit der Filmemacherin

& Weitere Veranstaltungen///& more

 
     
 

 

 
   
     
     
 

Vergangene Ausstellungen/Präsentationen

buchmesse | open books 2013
grenzlinien | von grenzen, grenzüberschreitungen und migration
10.10.2013, 20.00, Heusenstamm Galerie, Frankfurt/Main

Ausstellungshalle der Goethe-Universität Frankfurt
16.11.-06.12.2012
Sophienstrasse 1-3, Frankfurt am Main

„grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins: Katrin Ströbel
15.11.-20.12.2012
B-Ebene der U-Bahnstation „Dom/Römer“, Frankfurt am Main

Forum des Deutschen Werkbund Hessen
15.11.-01.12.2012, Eröffnung 19.11.2012 ab 18.00 Uhr
Inheidener Straße 2, B
ornheim, Frankfurt am Main

„grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins: Michael Wagener
04.10.-10.11.2012
B-Ebene der U-Bahnstation „Dom/Römer“, Frankfurt am Main

„grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins: Winfried Baumann
23.07.-30.09..2012
B-Ebene der U-Bahnstation „Dom/Römer“, Frankfurt am Main

„grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins: Heiko Schäfer
12.07.-17.08.2012
B-Ebene der U-Bahnstation „Dom/Römer“, Frankfurt am Main

20.11.- 24.11.2010 : sankt peter Frankfurt/Main
In Zusammenarbeit mit theaterperipherie & sankt peter

22.05.-05.06.2010 : Rheinufer Mainz
Im Rahmen des Kultursommers RLP 2010

 

Publikationen/Präsentationen/Presse

grenzlinien. (Hg.: Raul Gschrey, Christine Taxer)
192 Seiten, zahlr. Abb., br., 24 x 17 cm, dt., Euro 25,00
ISBN 978-3-936826-58-6
Erscheint: 1. Oktober 2013 | gutleut verlag, 2013
Erhältlich im Buchhandel oder auf www.gutleut-verlag.com

Raul Gschrey: “Exhibiting the Border. The Production and Reception of Artworks on Movement and Migration between Africa and Europe.” Präsentation @ Arts With(out) Borders, Bern, 06.-08.06.2013

Raul Gschrey: "Tracing Borderlines. Shifting European Borders & Migratory Movement." In: Beyond Borders. Ed.: John Hutnyk. London: Pavement Books, 2012.

Raul Gschrey: „Borderlines. Surveillance, Identification and Artistic Explorations along European Borders.“ In: Surveillance & Society Vol9, No.1/2 (2011) Surveillance and New Media Art. 185-202.

grenzlinien. Präsentation im werkbund forum, Frankfurt im Rahmen der Ausstellung "synthesen" 03.12.2010, 19.00

Gschrey, Raul: "Grenzlinien. Gegen/zwischen/über Kunst und Grenzen" In: Synthesen, Hrsg.: werkbund.jung. Frankfurt, Mainz, Essen: Klartext Medien Verlag, 2010. 61-72.

grenzlinien: Ausstellung zu Grenzen und Grenzüberschreitungen. Fernsehbeitrag, Landesart SWR, 29.05.10

"border crossings" exhibition & presentation (Raul Gschrey) @ "border reverb" - beyond text - beyond borders network clandestino festival Göteborg, 08.-12.06.10

Raul Gschrey: Borderlines – Realities of Surveillance and Identification and Artistic Explorations. Präsentation @ "a global surveillance society?" City University London, 13.-15.04.10

 

 

     
     
   
     
     
 

16.11.-06.12.2012 "grenzlinien" in Frankfurt

Ausstellungshalle der Goethe-Universität Frankfurt
„grenzraum“ im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins

Forum des Deutschen Werkbund Hessen

Die Ausstellung versammelt Positionen zeitgenössischer Künstler, die Migration, Grenzen und Grenzüberschreitungen thematisieren. Sie geben ästhetische und dokumentarische Einblicke und erzählen Geschichten der Bewegung, der Orientierungslosigkeit, des Scheiterns, des Widerstands und der Hoffnung. Immer persönlich und behutsam nähern sie sich den Realitäten mobiler Menschen und den Beschaffenheiten heutiger Grenzen – im Kontrast zu den die Medien dominierenden Bildern, in denen illegale Migranten häufig als Gefahr oder auch als Opfer erscheinen.
Die Videoinstallation „l’autre côté“ von Katrin Ströbel beispielsweise zeigt das Meer einmal von Senegal, einmal von Frankreich aus und lässt zwei Brüder erzählen: vom Leben des zu Hause Gebliebenen und des Migranten in Marseille. Auch Grenzen sind ein Thema; so macht gold extra im Computerspiel „Frontiers“ die Erfahrung von Flüchtlingen nachvollziehbar, sich den europäischen Grenzen von außen zu nähern, während Özlem Günyol & Mustafa Kunt in ihren Fotografien der Kosovo-Grenzen nach deren Präsenz und Konstruiertheit fragen. Michael Wagener seinerseits entwirft in seinen Collagen aus Landkarten neue Räume – Grenzen können hier zu Schriftzügen werden. Außerdem sind Arbeiten von Lisl Ponger zu sehen sowie Arbeiten von Künstlern aus Mali, etwa von Bounama Magassa, die die europäische Perspektive reflektieren und einen anderen Blick auf das Themenfeld ermöglichen.

Veranstaltungen:
15.11., ab 18.00 Uhr, Ausstellungshalle der Goethe-Universität: Eröffnung & Artist Talks.
Livemusik: CJ Boyd (USA)

16.11., 19.00 Uhr, Ausstellungshalle der Goethe-Universität: Filmprogramm: „Plus minus
Null“ & „Fugace“, Kuration und Einführung von M.-H. Gutberlet

19.11., ab 18.00, WerkbundForum: Eröffnung mit Filmscreening „Im Land Dazwischen” von Melanie
Gärtner. Begrüßung Gogo Kontos (DWB, wb.jung)

22.11., 19.00 Uhr, Ausstellungshalle der Goethe-Universität: Podiumsdiskussion mit
grenzlinien Autoren und Künstlern, Gäste u.a.: Heiko Schäfer, Judith Kopp, Bernd Kasaparek

01.12., ab 18.00 Uhr, Ausstellungshalle der Goethe-Universität: Finissage. Präsentation der Publikation
zum Projekt & Konzert: Vital Beach, Friendly Fire & DJs Lord Gergel & Bud Shaker

06.12., 19.00 Uhr, Ausstellungshalle der Goethe-Universität: Abschlussveranstaltung mit PRO ASYL zu
„ 20 Jahre Asylkompromiss“, Gäste u.a.: Karl Kopp, Hagen Kopp

 
     
     
   
     
     
 

grenzraum
07-12.2013 @ Projekt-Display, Frankfurter Kunstverein

Unter dem programmatischen Titel "grenzraum" versammelt der Frankfurter Künstler und Kurator Raul Gschrey in Kooperation mit partnern künstlerische Arbeiten zum Thema Grenzen, Grenzüberschreitungen und Migration im Projekt-Display des Frankfurter Kunstvereins. An diesem Transitort in der U-Bahn Station "Dom/Römer" wendet sich das Ausstellungsprogramm einem der zentralen Themen unser globalisierten Welt zu und rückt die Bewegung über Grenzen ins Bewusstsein der Besucher und Passanten.

grenzraum

 
     
     
   
     
     
 

22.05.-05.06.2010 : Rheinufer Mainz
Im Rahmen des Kultursommers RLP 2010

Am Mainzer Rheinufer werden Überseecontainer als temporäre Ausstellungsräumlichkeiten aufgestellt. Der Ort steht mit seinem internationalen Warentransit für die Bewegung von Gütern und damit auch Vorstellungen und Weltanschauungen. Die Container als Architektur des Mobilen dienen als Orte der künstlerischen Auseinandersetzung mit Grenzen und Grenzüberschreitungen. Als Rahmenprogramm finden weitere kulturelle Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Konzerte und Gespräche statt.

Die gezeigten Arbeiten schließen an das Kultursommer Motto „Über Grenzen“ an und thematisieren kulturelle und geografische, aber auch persönliche Grenzziehungen und Vermischungen. Dies zeigt sich auch in der vielfältigen Arbeitsweise der eingeladenen Künstler, die in (Video-)Installationen, Fotografie, Collage, Performance und plastischen Arbeiten den Assoziationsraum eingrenzen. Der Fokus der Ausstellung liegt auf illegalen Grenzübertritten und Migrationsbewegungen nach Europa. Die künstlerischen Positionen sind nicht als romantische Visualisierungen zu verstehen, sondern beziehen Stellung zu sozialen und politischen Problemen entlang der europäischen Grenzen.

Die künstlerischen Arbeiten werden neu produziert oder auf den besonderen Ausstellungsort im Container adaptiert. In der Ausstellung sollen bewusst nicht nur Arbeiten etablierter Künstler gezeigt werden, sie soll ein Podium bieten auf dem sich auch junge Künstler und Studierende mit frischen Positionen zum Thema einbringen können. Einige Eindrücke der Ausstellung.